#1 Christina Meister-Sedlinger – Radio, Rampenlicht und die Wahrheit dahinter
Shownotes
🎙️ Zu Gast in dieser Folge: Christina Meister-Sedlinger
Christina Meister-Sedlinger ist Schauspielerin, Moderatorin, Intendantin, Tierschützerin und seit vielen Jahren eine gute Freundin von David Gansterer.
Gemeinsam blicken wir zurück auf unsere Zeit beim Radio, sprechen über prägende Erlebnisse, lustige Versprecher live on Air, besondere Begegnungen und darüber, wie sich die Medienlandschaft in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.
Außerdem diskutieren wir die Chancen und Herausforderungen moderner Medien, den Einfluss von Social Media auf junge Menschen und warum ein bewusster Umgang mit Informationen heute wichtiger ist denn je.
Themen dieser Folge: • Unsere gemeinsame Zeit beim Radio • Geschichten und Erlebnisse hinter den Kulissen • Die lustigsten Versprecher on Air • Wie sich Radio und Medien verändert haben • Öffentlichkeit damals und heute • Social Media und die junge Generation • Verantwortung der Medien • Freundschaft, Erfahrungen und persönliche Einblicke
⏱️ Laufzeit: 1 Stunde 19 Minuten
Transkript anzeigen
00:00:00: Und du wirst ja nur besser, wenn du dir denkst vielleicht bin ich noch nicht gut genug.
00:00:04: Dann arbeite ich an mir und das hast Du immer gehabt und ich hoffe auch ich.
00:00:08: Und Fritz Kalte sagt zu mir, sagt er, du Christina wie hast Du den Muttertag verbracht?
00:00:14: Ich sage wirklich als vollster Seele sage mit Vögeln.
00:00:17: Damals hatten wir das doch überhaupt!
00:00:19: noch nicht, dass wir uns permanent auch promoted haben indem wir uns dauernd gefilmt fotografiert und reels und wahnsinnig aus unter dem Motto um über hunderttausend Plattformen den Leuten zu sagen so schauen wir aus.
00:00:33: Und sind ihr nicht toll?
00:00:44: Hallo und nur allerersten Folge meines Podcasts!
00:00:49: Für diesen Podcaststart habe ich mir einen ganz speziellen Gast gewünscht und ich hab echt lange warten müssen auf einem gemeinsamen Termin fürs Aufzeichnen weil die Frau ja wirklich viel beschäftigt ist.
00:01:01: Sie ist österreichische Schauspielerin, wir waren über viele Jahre gemeinsam beim Radio und vor allem sie ist eine richtig gute Freundin von mir!
00:01:11: Mein erster Gast Christina Meister-Siedlinger.
00:01:14: Hallo, ich freue mich.
00:01:15: Ihr seh nicht über die Einladung von dir?
00:01:17: Jetzt hat der Podcast erst begonnen und ich bin jetzt schon gerührt!
00:01:20: Ich komme vor, weil es da ein bisschen wie die Mutter, die dich sprechen auf die Welt gebracht
00:01:25: hat... Es ist aber auch etwas so.
00:01:27: Auf das werden wir dann noch eingehen.
00:01:28: Weil du warst ja dran.
00:01:30: schuld, dass ihr die Morgensendungen damals bei eighty-sechs bekommen habt.
00:01:33: Ja, das
00:01:33: stimmt.
00:01:34: Das
00:01:35: ist das lange her.
00:01:38: Wie du gesagt hast, wir plaudern damit aneinander und ich darf dazu dir kommen Habe ich so viel nachgedacht, dann habe ich mich so auf das Gespräch gefreut, weil ich nicht mehr weiß.
00:01:49: Ich glaube, dass da heute ganz viel aufkommen wird und wir uns gegenseitig wieder in der Erinnerung nachhelfen werden.
00:01:55: Wir haben im Vorgespräch schon einiges besprochen und es sind Sachen aufgekommen, wo man sich gedacht hat, das war sie doch gar nicht mehr!
00:02:01: Aber die einfach so prägend waren ... Tolle Zeit.
00:02:08: So, bevor wir da ist aber weiter plaudern, Destina Meister-Siedlinger, vielen muss ich es Ihnen mal vorstellen... Du bist Schauspielerin!
00:02:16: Du bist Intentantin!
00:02:17: Du duest Regisseurin?
00:02:18: Du bist Moderatorin, Choreografin, Tierliebhaberin seit dem du auf der Welt bist, Tierretterin.
00:02:26: Du machst einfach wahnsinnig viele Sachen ja.
00:02:30: Du hast Schauspiel studiert, am Franz-Schubert-Konservatorium in Wien und du hast damals sogar ein Studienjahr übersprungen weil du so begabt warst.
00:02:42: Ja tatsächlich, tatsächlich unglaublich eigentlich.
00:02:47: Es war bei mir das beides angesprochen Tiere und Theater.
00:02:52: diese Leidenschaften habe ich von meinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen.
00:02:56: ja die leidenschaft für Tieren vor allem Tiere zu retten und der respektvolle Umgang unter das Theater.
00:03:02: Und nach der Matura war dann so die Frage, was mache ich jetzt?
00:03:06: Mache ich jetzt etwas mit Tieren oder mache ich etwas mit Theater?
00:03:08: Natürlich haben meine Eltern gesagt bitte nicht diesen Prostitutionsjob Theater mach was ordentliches!
00:03:16: Jetzt habe ich Veterinärmedizin studiert relativ lang sogar und dann habe ich alles geschmissen.
00:03:22: es war dann doch nicht mein sondern dann habe eben Schauspiel studiert hatte das große Glück, offensichtlich doch einen gewissen Talent zu haben.
00:03:32: Dass ich dann wirklich vier Jahre hin ein Studienjahr überspringen durfte.
00:03:37: Das heißt vor diesem Zeitpunkt bist du mit Schauspiel eigentlich noch nie in Berührung gekommen oder hast du schon gewusst okay in die Richtung könnte es gehen?
00:03:44: Aber gar nicht!
00:03:45: Das hat wir zwei auch gemeinsam.
00:03:47: Du hast ja erzählt du bist ja irgendwie als Kind schon immer wahnsinnig gern.
00:03:52: irgendwie hast auch was auf die Bühne gebracht oder hast irgendwie künstlerisch was gemacht.
00:03:57: Das war bei mir genauso vor Kindesbeinen an in der Schule spielen und daheim spielen.
00:04:02: Aber immer Theater, die Stammtischunterhalterin finde ich eher das Erruge.
00:04:08: Da höre ich lieber zu.
00:04:09: Wenn es um Rollen geht und wer anderer zu sein, das habe ich von Kindheit an irrsinnig gern gemacht.
00:04:15: Ja
00:04:16: komplett bis ich dann noch mal das Radio ... ... geliebt habe in den neunzeigten Jahren als Kind.
00:04:21: Wir haben damals natürlich noch die Kassettentex, also ein Kassetten... Also komplett das Gerät mit zwei Kassettex und da hab ich immer Radio gespielt!
00:04:30: Mit Mikrofonen und ich wusste irgendwie Das habe ich damals schon gespürt.
00:04:35: Aber die Hörer haben dich ja geliebt, weil das ist ja ein bisschen der Unterschied.
00:04:41: jetzt zum Theater.
00:04:42: auf der Bühne bist du ja dann doch jemand anderer auch wenn du als Person und Körperli als die Kristina oder David auf der bühne stehst aber da bist in einer anderen Rolle.
00:04:51: Aber du warst wirklich so beliebt bei den Hörern.
00:04:56: Ja, naja absolut!
00:04:58: Du nicht die Augen rollen da ja?
00:05:00: Weil sie gemerkt haben alles was du sagst, so bist du wirklich.
00:05:04: Diese Authentizität hast du einfach gehabt und du weißt hattest eine eigene Stimme, eine eigene Art des Sprechens und das haben die Hörer geliebt weil die haben Gust... Das ist wieder der Ganster auch.
00:05:17: Und dann hören wir gern.
00:05:18: Das ist aber so interessant Das haben eh viele, die Theater spielen.
00:05:22: Viele Moderatoren.
00:05:24: Man stellt sich immer die Frage bin ich überhaupt gut genug für diesen Job?
00:05:27: Und das habe ich mir wirklich eigentlich bis zum Schluss auch immer die Frau gestört.
00:05:32: Bin ich da eigentlich richtig?
00:05:33: Weil du bist im Radio, du hast den Morgen schon.
00:05:37: Bin ja eigentlich gut genug dafür.
00:05:39: Dieser Selbstzweifel... Der war eigentlich bis zum Schluss immer wieder.
00:05:43: Aber Prinz, finde ihr das ist ja nicht schlecht?
00:05:46: Also man soll sich jetzt nicht selber permanent depressiv in die Tiefe holen und sagen auch Gott ich bin so schlecht für alles aber es ist doch gut wie viele Menschen begegnen uns doch tagtäglich ohne jetzt da irgendwie arrogant oder besser wisserisch zu sein musst.
00:06:02: du denkst Es würde dir nicht schaden einen Schritt zurückzugehen und dich selbst
00:06:06: reflektiert.
00:06:07: Selbst reflektieren, ein
00:06:10: bisschen kritisch zu sein und zu sagen bin ich da richtig oder kann mich auch verbessern?
00:06:15: Und du wirst ja nur besser.
00:06:16: wenn du dir denkst vielleicht bin ich noch nicht gut genug dann arbeite ich an mir.
00:06:20: und das hast Du immer gehabt und ich hoffe ich glaube auch ich
00:06:23: Das haben wir sowieso gehabt weil beim Radio war es so wie haben wir immer diese sogenannten Airchecks gehabt?
00:06:28: Wir sind ja ständig bewertet worden oft jede Woche oder jeden Tag, wie auch immer diese Erdchecks und da ist uns ja quasi immer gesagt worden.
00:06:38: Das war gut das war nicht gut und das war aber echt klar geht nicht anders.
00:06:43: Sonst kannst du ja nicht verbessern.
00:06:45: Ist natürlich auch in gewissen Sinne und das haben wir sowohl wieder bei Theater als auch beim Radio überall hat man Publikum.
00:06:53: es ist auch ein bisschen subjektiv wenn du da einen Trainer hast Der empfindet halt, dass das wie du das gesagt hast oder wie ich das moderiert habe.
00:07:02: Dass es toll war oder nicht so toll war.
00:07:04: Wer anderer sagt vielleicht, ich fand aber genau das super oder ich fand genau das furchtbar?
00:07:11: Es ist ja auch radio in gewisser Weise ein kreativer und künstlerischer Job genauso wie Theater.
00:07:16: Es ist die Subjektivität des Publikums, des Zuhörers, des Zuschauers einfach da gegeben.
00:07:22: Mit dem muss man
00:07:22: aber auch umgehen können.
00:07:25: Da haben wir vielleicht noch mal einen in diese Zeit, wo wir uns kennen und mögen gelernt haben.
00:07:30: Unlieben!
00:07:31: Unliebend absolut!
00:07:32: Zwei-tas-neuner oder zwei-tausendzehn war das glaube ich?
00:07:35: Ich
00:07:35: wüsste es nicht
00:07:35: mehr.
00:07:36: Weil jetzt ist es so lange her.
00:07:38: Es ist ewig langher... Du warst noch mal kurz auf deine Wider zurückzukommen.
00:07:44: Du warste nach deinem Studium natürlich bei vielen Theater in Deutschland, in Österreich.
00:07:49: Hast TV-Rollen gespielt?
00:07:51: Bei österreichischen Serien...
00:07:52: Wenig!
00:07:53: Wenig.
00:07:53: Entschuldige
00:07:54: das ja dir
00:07:54: jetzt.
00:07:54: Aber auch oder?
00:07:55: Ich habe auch auch TV- Rollen gespielen aber ich war immer der totale Theatermensch.
00:07:59: TV war so ein bisschen dass man halt auch das Gesicht etwas mehr sieht.
00:08:06: Aber genau also richtig er war eher nicht viel Theater und so weiter unterwegs, eben auch im Ausland.
00:08:13: Und bei mir war aber immer eine Kruxsatz gegeben – und so bin ich nämlich dann in die Medienbranche gekommen!
00:08:19: Eigentlich das Leben aus dem Koffer und von einem Casting zum nächsten und doch nie genau wissen hast du morgen wieder einen Job?
00:08:27: Und mini Beispiele habe ich in Dortmund gespielt und bin während der Spielsaison nach Zürich zum Casting geflogen und dann habe ich dortmund wieder weitergespielt.
00:08:36: Und ich bin so heimatverbunden und mir ist es zu Hause, dass Ses auf das so abgegangen.
00:08:42: Mir konnte nichts Besseres passieren als dass ich dann bei einem Heimaturlaub in Scheibs meinen Mann kennengelernt habe.
00:08:50: Ja, Scheibser isst!
00:08:51: Wir sind jetzt zusammen und wir bleiben eher bloß Musiker.
00:08:57: Ja, in unserer Heimat wäre man wieder sehr saft.
00:09:04: Und so und dann bin ich schon fertig mit meinem Monologue, kam es dann, dass ich mir dacht habe was mache ich denn jetzt als Schauspielerin im Mostführer?
00:09:11: Wie soll ich denn da... Da
00:09:12: gibt's kein Theater
00:09:13: ums Eck!
00:09:13: Natürlich sehr schnell zum Unterrichten angefangen.
00:09:16: Ich hab dann auch teilweise noch Rollen in Wien angenommen aber prinzipiell ja.
00:09:21: und so kam die
00:09:22: Idee
00:09:23: zur Medienbranche.
00:09:24: Ich habe mir gedacht, okay was kann ich als Schauspielerin reden?
00:09:27: Na dann wäre ich heute Moderatorin.
00:09:29: War zwar nicht ganz so einfach wie ich mir das vorgestellt hab aber so begannst du mit der Medienbranche.
00:09:34: Radio Arabella war deine erste Station?
00:09:36: Nicht einmal!
00:09:37: Ich war zuerst schon mal beim ORF Niederösterreich.
00:09:41: da bin ich hingegangen und habe gesagt, ich würde mich gerne als Moderator in Bewerben haben es gesagt naja die brauchen's gerade nicht aber ich kann eigentlich einen Voluntariat als Redakteurin versuchen, das war eine Katastrophe.
00:09:55: Das war eine Kattastrophe, ich habe mein ganzes Leben nie Nachrichten geschrieben, irgendwelche Beiträge gemacht.
00:10:02: Es war total verzweifelt und dann bin ich noch mal kurz zurück ins Theater und dann war Radio Rappella.
00:10:08: Niederösterreich ist aus der Taufe gehoben worden.
00:10:11: Da hab' ich mich beworben und da wurde ich genommen.
00:10:17: wirklich schön, weil wir haben da dieses Team was der für Niederösterreich zusammengestellt wurde.
00:10:23: Wir haben uns da gemeinsam
00:10:25: miteinander
00:10:27: alles herausgearbeitet und das war eine sehr, sehr schöne Zeit!
00:10:31: Und das war dann... Da hast du die Liebe zum Radiointekt wahrscheinlich so an erster Radioabeler?
00:10:35: Absolut
00:10:35: ja, absolut.
00:10:36: es war wirklich, wirklich eine tolle Zeit ein tolles Team.
00:10:40: Der Fritz Kaltes ist jetzt so ein berühmter eigentlich Und vielen Doko-Regisseur ist einer der besten, die wir haben.
00:10:47: Wir waren da alle
00:10:49: gemeinsam
00:10:49: miteinander.
00:10:51: Dann ist weitergegangen zur HIT-FM?
00:10:52: Genau!
00:10:53: Da warst du dann gleich Chefredaktörin?
00:10:56: Ja,
00:10:56: die haben mich abgeworben muss ich sagen und es war so ein bisschen der Zeitpunkt dieses Ehab schon immer wieder diesen Drang einmal wieder was Neues.
00:11:04: Es hat sehr wehgetan, der Abschied von Radio Rappel aber irgendwie war's auch Zeit.
00:11:09: Und da war er dann gleich eine Chefredakteurin und auch als Moderatorin.
00:11:14: Das ist wieder etwas, was wir gemeinsam haben.
00:11:16: Wir brauchen immer wieder neue Herausforderungen.
00:11:18: Das ist echt interessant!
00:11:19: Das haben wir von Anfang an irgendwie geliebt.
00:11:21: Genau und bei Hit FM in St.
00:11:23: Paulton, den Sender gibt es ja heutzutage nicht mehr, ist damals dann zusammengelegt worden mit eighty-sechst der Musiksender, so hat das dann gehaßt.
00:11:30: Da haben uns Kennen und Mögen gelernt.
00:11:35: Und ich kann mich nur erinnern, ich bin noch frisch von der Moderatoren-Ausbildung und hab mir dann raus.
00:11:39: Ich habe mich dann beworben bei HTFM mit einer originellen Bewerbung glaube ich... ...und unser dameliger Programmchef Peter Jungmann hat mich dann eingeladen!
00:11:51: Und ich weiß nur den ersten Tag wieder da reingegangen bin, ich war so nervös!
00:11:55: Weil das ist ja Radio!
00:11:56: Das ist genau das was ich machen möchte.
00:11:58: jetzt bin jetzt hier und es gibt irgendwie kein schöneres Gefühl!
00:12:02: Kannst du doch nur erinnern?
00:12:04: Irgendwie an unsere ersten Begegnungen.
00:12:07: Ich habe jetzt schon die ganze, ich weiß so viel von uns aber genau diese erste Begegenung fehlt mir.
00:12:12: wo ihr schon hängen blieben bin ist wo du gesagt hast Du hast eine kreative ganz spannende vielleicht außergewöhnliche Bewerbung gemacht.
00:12:20: was war das?
00:12:22: Ich hab ein Zeitungsartikel verfasst Wo schon Training standen ist, David Ganstra ist der neue Hit FM Moderator.
00:12:31: Und habe das quasi in einer Zeitung geklebt und die Zeitung an Hit FM geschickt.
00:12:36: Da ist ein Form gestanden, bitte schauen Sie auf Seite fünfzehn und dann war halbe Seite Artikel gedruckt.
00:12:41: David Ganstra ist der neuen Hit FM-Moderator mit einem Artikel und so weiter und so fort.
00:12:46: Das war es ja!
00:12:47: Und meine Kontaktarten.
00:12:49: Keine Sprechprobe, gar nix.
00:12:51: Auf dessen bin ich eingeladen worden.
00:12:54: Genial Und
00:12:54: für mich war es damals komplett neu.
00:12:57: Ich habe wieder die Technik kennen, ich bin frisch von der Moderatorin Ausbildung gekommen und hab alles theoretisch kennengen.
00:13:03: Aber natürlich noch nie in einem ... Wer im Laufe der Ausbildung natürlich schon im Radiostudio gestanden aber natürlich nie eine Sendung gefahren oder irgendwas überhaupt nicht auskennt wie eigentlich eine Sendungen gemacht wird.
00:13:17: Ich hab das dann wirklich von der Picke auf gelernt.
00:13:21: Mir fehlt ein bisschen dieser Anfang.
00:13:23: Ich sehe das jetzt aber nicht, weil ich langsam dem Ent werde sondern... ...ich seh uns irgendwie so verbunden wie wenn wir uns eh ewig gerannt hätten.
00:13:35: Was ich sehr wohl weiß, das habe ich auch heute, wir haben uns ja doch ein Zettel auch nicht gesehen schon gesagt.
00:13:41: Das erste war nicht deine Kompetenz als Moderator, sondern deine blauen Augen.
00:13:48: Wahnsinn!
00:13:48: Dann eben sehr, sehr quirlig.
00:13:52: Und ich glaube, wir müssen ihn ein bisschen auf den Boden bringen.
00:13:58: Dass er einfach ein ruhiger Moderator wird.
00:14:01: Das heißt jetzt nicht, dass du nicht lebhaft sein durftest.
00:14:03: Ich glaube sehr aufgeregt und was sehr schön war, was man nämlich in der Radiobranche eh nicht so oft hat, dieses wirklich ich will.
00:14:12: Ich will dieses übermotiviert werden!
00:14:13: Ich möchte alles gut lernen, gut können und ich möchte für die Hörer einen toller Ansprechpartner sein.
00:14:21: Ja, man muss das ja immer trotzdem als Kommunikation sehen.
00:14:24: Und
00:14:24: nicht... und das weiß ich!
00:14:26: Das hattest du nie im Gegensatz zu vielen die sich vorgestellt haben.
00:14:31: Dieses... ich möchte eigentlich berühmt werden.
00:14:34: Das hättest du noch nie geben bei mir?
00:14:35: Naja.
00:14:37: Niemals.
00:14:37: Weil der Beruf an sich eines Radiomoderators so spannend ist weil es nix direkteres gibt zum Abnehmer oder zur Abnehmerin als wie du stehst im Radiostudio.
00:14:49: Der gegenüber von dir hört dich direkt.
00:14:52: Und dieses Live, das ist ja total unmittelbar und das hat mich einfach wirklich fasziniert, gebaut mit der Musik und so weiter und sofort.
00:14:58: Ich habe mir wirklich das von der Picke gelernt und ich war so froh!
00:15:02: Ich bin da wirklich an der Hand genommen worden.
00:15:04: Von dir, vom Peter damals die Studie mir gezeigt haben.
00:15:08: Ich hab da Probesendungen zwei drei Monate gemacht.
00:15:11: Das war... und ich hab das aufgesaugt.
00:15:13: Ja?
00:15:15: In St.
00:15:15: Bölten war das so, dass die Studie in einem Business Center war.
00:15:19: Ganz oben waren wir da.
00:15:21: Wunderschön
00:15:22: mit dem Riesenbalkon!
00:15:24: Und es war ein langer Gang und wenn man ums Eck gegangen ist, hat man die am Chefredaktions-Sessel ganz hinten am Schreibtisch von der Weite schon gesehen.
00:15:37: Das heißt, man hatte schon im Blick gehabt, zwanzig Sekunden bevor er überhaupt dort war.
00:15:42: Das Bild hat sich so eingebrägt bei mir.
00:15:44: Da bist du vor dem Computer gesehen und du hast wirklich schon jeden gesehen, der einer kommt.
00:15:49: Kann ich mich gut erinnern?
00:15:50: Aber das lustige war ja – das sage ich jetzt im Nachhinein, das habe ich damals natürlich nicht so laut gesagt.
00:15:55: Ich wollte ja nie Chefredakteurin sein, ich wollte eigentlich nur moderieren.
00:15:58: Ja, ich wollt einfach nur plaudern und die Menschen unterhalten!
00:16:03: Mir liegt dass auch ich persönlich behaupte jetzt, Chefin sein liegt mir eigentlich nicht.
00:16:08: Ich weiß halt wie du es empfunden hast ja unsere Zusammenarbeit weil wir einfach sehr schnell sehr freundschaftlich waren.
00:16:14: aber ich hoffe eigentlich das die ganze Crew mich eher mehr als Kollegen gesehen hat.
00:16:21: also und ich habe versucht auch jedem zu zeigen wie Serchen und das war auch die Wahrheit in Schätze jeden in seiner Art jeder macht andere Beiträge oder hat andere Beiträge gemacht, eine andere Art gehabt, Beiträge zu machen.
00:16:35: Eine andere Art zu moderieren oder Dinge aufzuarbeiten fürs Radio und ich hoffe, ich habe da jeden auch immer seinen Freiraum gegeben und nicht gesagt so, ich würde es so und daher machst du das so?
00:16:49: Ja, definitiv!
00:16:51: Also ohne dir es zonig ums Mal schmieren zu möchten... Du hast die Gabe gehabt die wahrscheinlich heute noch immer, jedem den Freiraum zu geben und du hast ja so eine Kompetenz schon gehabt.
00:17:02: Du hast jedem das mitgegeben genau das was er braucht.
00:17:06: Das freut mich
00:17:07: auch, obwohl es so lange hier
00:17:09: ist... Es ist ewig aus!
00:17:10: Das sind sechszehnt zwölf Jahre, es ist ebig aus.
00:17:12: aber das merkt man einfach, du hast einfach wirklich jeden das mit gegeben, was der genau zu diesem Zeitpunkt gebraucht hat.
00:17:20: Aber
00:17:20: wir waren noch ein tolles Team.
00:17:22: Genau, wir waren ganz
00:17:23: tolle Leute dabei.
00:17:26: Absolut ja.
00:17:28: Manchmal wirklich ein bisschen vermisse ich es geht dann da kommt die Wege haben sich irgendwie getrennt und jeder geht einen anderen Weg.
00:17:35: jetzt schreibt man sie vielleicht ein bisschen nur auf Facebook hin und wieder oder schaut mal was macht die Person eigentlich?
00:17:41: aber damals wir waren schon eine eingeschworene Crew eben gerade mit dem Peter Jungmann
00:17:48: Der Programmdirektor, ja.
00:17:49: Er war schon eine Seele von einem Menschen.
00:17:52: Und der hat Radio gelebt!
00:17:53: Das hat er nicht nur geliebt sondern er hat radio gelebt und hat uns diesen Funken einfach wirklich von Anfang an mitgegeben.
00:18:00: Und das hat meine Liebe zum Radio dann eigentlich noch einmal befeuert weil der hat wirklich einfach das gelebt... ...und uns diese Begeisterung mit gegeben.
00:18:10: Also ich kann mich erinnern in sein Bildnis es hat keinen Tag geben wenn ich die Studie durch aufgemacht habe Diese ... diese Atmosphäre und das ich habe geliebt.
00:18:18: Es war jedes, jeder Gang ins Studio war.
00:18:21: einfach erschönern wirklich.
00:18:23: Aber weißt du was ist mir jetzt gerade so eingeschossen irgendwie?
00:18:26: Was ein Riesenunterschied ist zu damals.
00:18:29: Ich meine es ist jetzt nicht Jahrhunderte her dass wir Radio gemacht haben.
00:18:33: Und zu heute ist... Wir mussten uns in gewisser Art und Weise wirklich beweisen über das Mikrofon und die Stimme und über das was wir sagen unser Publikum unsere Hörer und Hörerin zu erreichen, natürlich mit der Musik auch.
00:18:52: Damals hatten wir das doch überhaupt noch nicht, dass wir uns permanent auch promoted haben indem wir uns dauernd gefilmt fotografiert und reels und wahnsinnig aus unter dem Motto um über hunderttausend Plattformen den Leuten zu sagen so schauen wir aus und sind ja nicht toll!
00:19:10: Und jetzt seht es uns auch und ihr müsst uns suchen etc... Wir hatten ein sehr begeistertes Publikum.
00:19:17: Das war sie noch, die waren vom Sender und von uns teil.
00:19:21: Jeder
00:19:21: hat einen Lieblingsmoderator gehabt oder weniger ja?
00:19:24: Aber diese Plattform so wie heute hatten wir nicht und haben es trotzdem geschafft den Zugang zu finden!
00:19:31: Wir haben uns damals wirklich nur über die Stimme beweisen können unter Vorteil oder wie ich das jetzt darüber nachdenke sehe.
00:19:39: Wir waren alle so unterschiedlich.
00:19:41: Es war von der Stimme her und von der Persönlichkeit trotzdem an er, dass das dann diese Mischung ausgemacht hat, dass wir so ein tolles Team waren.
00:19:49: Und ich glaube es waren die Hörerinnen und Hörern auch eben von dem Sender begeistert weil's gewusst haben okay in der Früh ist das, dann war am Anfang mein Tag dies oder am Nachmittag dies und diese Abwechslungen hat sie eigentlich gemacht.
00:20:02: Wir haben uns alle trotzdem miteinander sehr ergänzt, weil ich kann mir trotzdem nur erinnern an gemeinsame Sendungen, die wir gemacht haben Man hat nicht viel Vorbereitung gebraucht.
00:20:12: Das stimmt ja!
00:20:13: Das ist das Tolle, wir haben unsere Sitzungen gehabt aber wir sind dann in den Studio gegangen und jeder hat gewusst natürlich aus Professionalität was man machen.
00:20:24: aber es war immer flüssig.
00:20:27: Meine Erinnerungen.
00:20:28: Weißt
00:20:28: du, was ich glaube?
00:20:29: Was uns da auch damals ein bisschen geholfen hat, Hit FM war doch ein bisschen frei gespielt.
00:20:34: Das war ja doch nicht so ein enges Quassett eines großen Übersenders und wir haben da auch sehr nach Gefühl arbeiten können, was gefällt denn, was interessiert den die Menschen.
00:20:48: Was begeistert auch uns selber?
00:20:49: weil nur was uns selber begeisterte kann man dann auch mit Begeisterung rüberbringen.
00:20:54: Und dann, ich meine ich nehme mal an du wirst auch auf diesen Switch.
00:20:58: Wir kamen ja dazu zu der Musiksender, den ich toll finde vom Format her.
00:21:06: aber dann wurde es für uns enger und also somit hab' ich das empfunden.
00:21:11: Es war dann nie mehr so diese Freiheit, dass zum achten wir ein Gefühl um.
00:21:16: das ist gut jetzt für unser Publikum sondern... Wir kamen ein bisschen in einen Korsett hin.
00:21:21: Ja,
00:21:21: absolut bin ich ganz bedient.
00:21:22: Ich glaube bei HitFM war man wirklich ganz nahe am Niederösterreich und an den Nieder Österreicher hinter uns.
00:21:29: Was ist das jetzt?
00:21:30: Wir haben gewusst welche Themen momentan aktuell sind was die Leute interessiert weil wir draußen waren ja mit eighty-sechs Sammer wie du sagst in der Korsette ein bisschen gedrängt worden weil vom Radio so schon einen gewissen Stil koppt, den müssen wir uns dann anpassen.
00:21:47: Klar und somit ist es auch von Wien gesteuert worden.
00:21:50: Das war nicht mehr so einfach.
00:21:53: Wir waren sicher bei htfm einfach näher bei den Hörerinnen und ich glaube das war einfach das was vielleicht der Privatradio auszeichnet oder damals ausgezeichnet hat.
00:22:05: Du hast mehr für die Hörerin und Hörern machen können.
00:22:12: Es ist wenn du heute anschaust Es wird nicht mehr auf den Einzelnen eingegangen, sondern es wird über die große Meinung.
00:22:21: Also es werden immer solche Blasen gebaut.
00:22:24: Richtig!
00:22:25: Richtig ja das stimmt.
00:22:26: aber erinnerst du dich noch?
00:22:30: Wir waren vielleicht wissen, dass jetzt nicht alle, die uns gerade zuhören, wie gesagt in St.-Bolten.
00:22:35: oder ich glaube du hast es eh schon gesagt, dass wir da eben in St.Bolton platzioniert waren und eighty-sechs war ja zunächst noch in Sankt-Bolten.
00:22:43: Aber kannst du ja erinnern, wie sie uns dann nach
00:22:45: Wien verplatzt haben?
00:22:47: Ja und das war nicht einmal dieser Zeitpunkt wo der Switch war sondern wir haben ja dann in Sanch-Boltenteil, weil es aus eighty-sechzig sechs gesendet ist.
00:22:55: Das war das Jahr zwölfzehntzehn, ich weiß es nicht mehr, irgend sowas.
00:22:58: Und da war der Switch und das hat einen Programmschefwechsel gehabt und dort große Änderungen gegeben.
00:23:09: Ich war am Wochenende, ich war Bundeslandjournal zum Mittag und dann war der Wechsel.
00:23:14: Und da war es dumm ausgeblich, dass ich die Morgensendung kriege.
00:23:25: Das hast du eigentlich vorgeschlagen, den Programmchef damals?
00:23:29: Ja
00:23:29: gut fand für die Leute.
00:23:33: Erstens mal gerade in der Morgensen-Dung, du brauchst einfach eine Eine Stimme, die man gerne hört.
00:23:42: Die Stimmfarbe wie wir alle wissen der Stimmklang ist das erste was die Leute wahrnehmen.
00:23:46: Da geht es gar nicht um das was erzählt der Typ sondern das muss ja mehr angenehm sein und das muss halt in der Früh schon auch ein gewisses Tempo haben.
00:23:54: Und dann darf es einfach aber nicht hysterisch werden und dass das Gefühl hast du gehabt deswegen haben wir nach... Das wär's doch!
00:24:02: David ist der richtige für die Früh und das warst du auch Gott sei
00:24:07: Dank.
00:24:08: Ich kann mich noch so gut erinnern, aber ich weiß nicht ob du das mitgekriegt hast damals.
00:24:11: Unser damaliger Programmchef, der hat mir dann angerufen und hat gesagt... Er muss mit mir reden!
00:24:17: Aber ich darf es nicht irgendjemandem erzählen, dass wir uns treffen.
00:24:21: Wir haben uns in Wien in einem Café-Haus getroffen.
00:24:24: Und ich habe nicht gewusst was da von mir ist.
00:24:27: Entweder haut ein Mest aus sich oder was ist jetzt?
00:24:31: Er hat mir angerufen gesagt, wir müssen uns treffen, aber es bleibt unter uns.
00:24:34: Ich darf es niemanden erzählen.
00:24:36: Wir haben uns dann im Café erst rauf und er gesagt, ich würde gerne dir die Morgensendung anbieten.
00:24:44: Und ich dann ja diese vergeben... Ja das bleibt eben unter uns!
00:24:49: Da gibt es einen Wechsel und ich würde gern dass du den Morgensenen übernimmst.
00:24:54: Das war schon einmal ein positiver Schock im ersten Moment.
00:24:58: also.
00:24:59: erstens weil was ich?
00:25:01: Wahnsinn, das ist ja ein Traum Und habe aber dann zum Glück, wie gesagt, darf ich noch mal drüber schlafen.
00:25:09: Weil es für mich in dem ersten Moment so eine Situation war, die erstens irgendwie unreal gewirkt hat, weil man dachte, da gibt's Leute, die sind schon zehn Jahre beim Sender und auf einmal warten nur drauf, dass sich die Morgensendung krank... Aber du wirst mir
00:25:22: nicht wissen, dass du noch mit rüber schlafst?
00:25:24: Ja!
00:25:27: noch mal drüber geschlafen.
00:25:28: Nächsten Tag hat er mir aber klein davor angerufen, was ist jetzt?
00:25:31: Soge ich ja natürlich nimm es!
00:25:32: Ja, ja, ja!
00:25:34: Natürlich!
00:25:34: Ich wollte auch nicht darüber schlafen!
00:25:37: Es ist nur sehr früh, aber ja, ich mach's ja und das war's.
00:25:42: Und ich habe aber nicht gewusst dem Zeitpunkt wo das dann offiziell ist und der dürfte wirklich dann gleich am selben Tag nach dem Telefonat schon Eich gesagt haben oder du hast es eckwusst aber allgemein, dass ich dann zwei Stunden später schon irgendwie SMS gekriegt habe.
00:25:58: Damals noch SMS und kein WhatsApp gegeben
00:26:01: Steinzeit.
00:26:02: Ist das nämlich auch arg?
00:26:03: Das hat sie damals eigentlich nicht geben.
00:26:04: Wir haben nur SMS und... Na mal vergisst komplett!
00:26:08: ...SMS und gratuliere und das und das.
00:26:10: Und die sagen, ah, es ist offizieller Gott, die wissen's schon alle.
00:26:13: Ich bin da ein bisschen in das kalte Wasser gestoßen worden was im Nachhinein Das beste war, was man passieren hat.
00:26:20: In allen
00:26:20: Bereichen oft nicht schlecht.
00:26:23: Es war am Anfang für mich sicher nicht einfach weil die Morgensendung ist natürlich ein ganz anderes Kaliber aber ich habe mir da schnell eingefunden.
00:26:31: aber es war einfach dieses Gefühl und ich wusste, ich will das!
00:26:35: Und das war einfach wenn du dann Anrufe in der Früh kriegst und du kommunizierst schon mit den Menschen die in die Arbeit fahren, du begleitest sie und das ist etwas für das Medium-Radio ausmacht, du begleitest die Menschen.
00:26:50: Du bist bei denen!
00:26:53: Wurscht wo die sind?
00:26:54: Ob die im Bettradihorchen oder im Auto oder weil sie gerade alleine sind oder weil es gerade traurig ist, du bist da und dieses Gefühl hat mich einfach immer... Das hat man immer gedacht.
00:27:08: Es war einfach für mich, das ist Radio für mich.
00:27:10: Man muss
00:27:10: dazu natürlich sagen die Morgensendung, das is vielleicht vielen so gar nicht bewusst, dass es für jeden Radiosender wurscht ob öffentlich oder privat die wichtigste Sendung eigentlich mit den meisten Hörern bei denen einen mehr anderen weniger und Eine Riesen-Herausforderung, diese Sendung zu stemmen.
00:27:35: Ich weiß es nicht mehr, haben wir um fünf oder um sechs begonnen?
00:27:39: Fünf!
00:27:39: Und das war wirklich arg weil ich da habe in Wien gewohnt und bin da wirklich um drei in der Früh von Wien weggefahren.
00:27:48: Weil ich war dann um vier oder dreiviertel vier am Sender und hab mir vorbereitet.
00:27:53: Da war natürlich noch keiner, da war der erste Redaktor erst.
00:28:01: Aber das habe ich geliebt, weil es war ... Ich war der Erste.
00:28:07: Den Tag gestartet, das ist ein sensationelles Gefühl.
00:28:11: Aber du hast da eben ... aber trotz allem eben das wirklich frühe Aufstehen und dieses Voll da sein Die Verantwortung es erst im Sender zu sein dass alles technisch funktioniert.
00:28:22: Da ist doch nicht immer alles technische funktioniert.
00:28:25: Das ist nun mal so wo viel Technik ist.
00:28:28: Und dann is ja im Gegensatz jetzt zum Beispiel einer Vormittags- oder Nachmittagssendung Drei Lieder haust du am Stück vier, je nach Sender unterschiedlich.
00:28:37: Dann hast du wieder einen Einstieg.
00:28:38: Die Morgensendung ist permanent den Leuten.
00:28:40: Ich bin da!
00:28:41: Ich stehe mit euch auf!
00:28:42: Lied Reden Lied Nachrichten Lied Verkehr Wetter etc... Das ist eigentlich ein Marathon.
00:28:52: Das, was aber dann zur Routine wird.
00:28:54: Natürlich!
00:28:54: Also das war genau mein Tempo.
00:28:57: Ich hab das geliebt zum Mittag im Bundesland Journal.
00:28:59: Es war toll und Wochenende war sehr entspannt am Anfang.
00:29:02: Das habe ich geliebt weil einfach du bist genauso wie die Hörerinnen und Hörern.
00:29:07: Du bist entspannt.
00:29:09: Und dieses Adrenalin in der Früh ist genau meins.
00:29:13: Das war absolut meins, das habe ich wahnsinnig geliebet.
00:29:16: Aber nicht auf Dauer?
00:29:17: Nicht auf Dauern vor allem, was ich nämlich nur sagen wollte.
00:29:20: Dieses Alter... Ich glaube, ich würde das gar nicht mehr bocken.
00:29:26: Wenn ich ganz ehrlich bin... Also ich war trotzdem damals noch zehn oder zwölf Jahre jünger.
00:29:33: Das macht schon was aus!
00:29:34: Weil früher war das Aufstehen, kein Problem, zack.
00:29:37: Wann ich mir jetzt denke?
00:29:38: Okay, ich muss einmal am Dreier aufstehen und vier Puh!
00:29:40: Das ist schon irgendwie ... Das ist nicht so ohne.
00:29:44: Absolut du!
00:29:44: Wie gesagt, ich habe ja dann Mein Gott, wie lang war sie?
00:29:48: Ich war ja dann bei OF Niederösterreich.
00:29:52: Im Endeffekt ähnlich das gemacht wie du.
00:29:54: War eben früh Moderatorin mit deinen Kollegen gemeinsam.
00:29:58: Ich glaube ... ich weiß gar nicht mehr genau.
00:30:02: Sieben Jahre lang um drei in der Früh aufstehen.
00:30:05: Genau wie du, du kennst das!
00:30:07: Aber das muss man sich schon mal öfter zugehen lassen.
00:30:11: Dunde nach St.
00:30:12: Paulien gefahren, aber schon mit Familie und mit kleinem Kind.
00:30:19: Mit einem Haushalt mit vielen Tieren.
00:30:21: Und ich habe zeitgleich immer auch noch Theater gemacht, zwar nicht mehr jetzt weiß Gott wie weit weg, was heißt?
00:30:28: Ich hab Unterrichter, ich hab kleinere Theaterproduktionen selber gemacht
00:30:31: etc.,
00:30:34: das ist schon hart!
00:30:35: Das geht an die Substanz und es ist ein Unterschied bis du acht sind oder bist.
00:30:43: Das ist jetzt nicht alt, aber das geht dann an die Substanz.
00:30:45: Wenn du so viel machst und wenn du irgendwann einmal nur mehr... Und es war bei mir der Fall!
00:30:50: Es ist wirklich ganz ehrlich gesprochen aus dem Nähkästchen den Chefs schon jahrelang nachhins und sagt bitte auf Dauer halte ich das nicht aus?
00:30:59: Bitte gebt's mich mal... Lass' mich mal Zwei Wochen Pause machen, mal eine Nachmittagsendung moderieren und sie lassen dich das aber nicht.
00:31:07: Und nach sieben Jahren war ich dann dermaßen ausgebrannt dass ich in ein Burnout hinein gefallen bin.
00:31:14: Aber Holatiro, alles wieder gut.
00:31:16: Ich hab mich wunderbar empfangen und einen neuen Lebensweg beruflich im Weg.
00:31:21: Das geht schon an die Substanz.
00:31:23: Man unterschätzt das komplett.
00:31:26: Die Dauer macht es einfach aus.
00:31:28: Man schafft es auf jeden Fall einige Jahre, aber irgendwann wird's wirklich anstrengend.
00:31:31: Es geht auf den Körper.
00:31:34: Früher, als wir es ausgehalten haben, bitte die Weihnachtsfeiern ... Wir waren nebenbei so viel privat gemacht.
00:31:41: Wir waren damals wirklich noch jung!
00:31:43: Aber das hat es auch ausgemacht, dass dieser ganze Radiosender das alles so persönlich war und die Hörer gespürt haben.
00:31:50: Die verstehen sich wirklich gut!
00:31:51: Das ist jetzt nicht irgendeiner nur Konkurrenz und jeder will den anderen ausstechen sondern gerade wir zwei.
00:31:58: aber prinzipiell das ganze Team waren privat zu gut und man hat privat was gemeinsam unternommen.
00:32:03: Man hatte einen ähnlichen gleichen Humor, eine ähnliche gleiche Vorlieben oder man hat akzeptiert also sie mir angeschaut was dem Anderen so tagt Und ja, das waren schon wilde Nächte.
00:32:13: Die warst dann die Ohren geschlagen haben!
00:32:16: Aber noch mehr auf das zurückzukommen, was du gesagt hast, ich glaub' die Hörrahmen, das spürt's... Ich
00:32:21: hoff's!
00:32:23: ...hundertprozentig so.
00:32:24: und was nämlich bei uns auch war, wir plaudern sehr über uns selbst aber das gehört dazu.
00:32:29: Wir haben jeden den Freiraum gelassen im Studio.
00:32:35: Wenn man im Studio steht, ist oft ein Konkurrenzkampf.
00:32:39: Ich muss mich mehr profilieren als wir.
00:32:42: Das hat es bei uns überab gegeben.
00:32:44: Wir waren hier und haben jedem den Freiramklassen verdient.
00:32:51: und der am Zustand.
00:32:55: Bleiben wir ganz kurz beim Thema Radio.
00:32:57: Wann du jetzt Radio von damals vergleichst?
00:33:00: Nehmen wir mal an.
00:33:03: Ich befürchte eine schwierige Frage.
00:33:04: Ja,
00:33:05: das ist so eine schwierigen Frage weil wir müssen darüber reden und Radio heute vom Gefühl her von deinem Gespür her wie hat sich das verändert?
00:33:16: Ich finde es sehr schwierig.
00:33:18: Es hat sich sehr verändert.
00:33:19: Punkt!
00:33:19: So viel glaube ich sind wir uns beide ähnlich.
00:33:23: Ich glaube, dass wir viele in unserem Gespräch schon ein bissel auch vorweggenommen haben.
00:33:27: Es ist jetzt eigentlich egal ob wir jetzt zurück schauen
00:33:31: ... ...
00:33:32: zwanzig Jahre auf Ö-trei war ja auch vollkommen anders als es heute ist.
00:33:39: Ich weiß es nicht!
00:33:40: Es war irgendwie noch individueller.
00:33:42: Jeder Moderator oder Moderatorin war irgendwie nach individueller auch erkennbar?
00:33:50: Es ging nicht alles nur auf schnell und gemmer und irgendwie sehr oberflächlich, sondern da gab es eben die Themen-Sendungen.
00:33:59: Und wenn man ein bisserl ältere Semester fragt, die sagen sofort gewisse Moderatoren, die sie gehört haben oder diese stimmlich auch sofort erkannt haben oder gewisse Sendungen, die Sie geliebt haben... Ich weiß es nicht, wie siehst du das?
00:34:18: Ernst, ganz gleich.
00:34:19: Also gut ich war ein bisschen befangend weil die natürlich damals als Kind als Jugendlicher das geliebt hab Radio zu spielen und ich habe das damals aufgesaugt.
00:34:28: Ich habe Ü-trei aus drei Topforte alles.
00:34:30: Ich hab teilweise die Jingle jetzt nur im Kopf wie des Ankochtop aber wieder sagst Du hast den Sender aufgetreten und Du hast nur zwei Worte gehört und das gewusst wer Du sprichst.
00:34:42: Ich weiß die Namen heute noch.
00:34:44: Wolfgang Anger, Möller Matthias Euler-Rolle und das sind Sachen, die es bleibt hängen, dass sofort gewusst wird, der Angelika Lang ist jetzt nur immer beim ORF-Sprecherin von ganz vielen Beiträgen, Reporter oder was auch immer.
00:34:57: Der Angelika lang begnadete Stimme Wahnsinn habe ich heute noch im OR radio also drei Moderatorinnen in den neunzigern.
00:35:06: Das hat sich sicher verändert.
00:35:08: wir sind nicht mehr so individuell.
00:35:12: Aber wo ich mir dann die Frage stelle, warum hat sich das geändert?
00:35:16: Will das Publikum das so?
00:35:18: Hat sich die Gesellschaft so verändert dass die das vielleicht gar nicht mehr so brauchen diese Individualität wollen.
00:35:24: Die Einheitsprei hören oder erkennt man jetzt wieder?
00:35:29: okay muss trotzdem schauen da sie individuell bin wie angesprochen unser ehemaliger Sender eighty-sechs sehr auf der Rockschiene funktioniert und die haben Erfolg damit Absolut, weil die haben sie wirklich dem verschrieben und das funktioniert.
00:35:44: Also es ist irgendwie nicht so ganz erklärbar.
00:35:48: Einerseits klingt alles gleich andererseits hat das Erfolg was wieder individuell ist.
00:35:53: also man kann's gar nicht so einheitlich sagen warum das so ist.
00:35:57: Ich weiß nicht irgendwo sind wir ein bisschen entglitten alle in der Schnelligkeit Natürlich immer das typische Beispiel Facebook.
00:36:07: Mit dem hat er mal so überhaupt begonnen, dass alles viel größer und weiter wird.
00:36:13: Aber Facebook ist ja heutzutage eigentlich schon der ganz ruhige Fluss.
00:36:17: Und dann Instagram und TikTok haben wir vorher aufgeredet.
00:36:22: Jeder will sich irgendwie profilieren in den Mittelpunkt stellen.
00:36:25: Da hast du nur mehr das Gefühl, alles muss schneller gehen, jeder muss besser sein, jeder etwas Lustigeres präsentieren.
00:36:34: So viel über die Social Media, schon so viel Einfluss über Dinge, die du dir anschauen kannst.
00:36:39: Und jetzt müssen die Radios irgendwie mit!
00:36:41: Ja?
00:36:42: Wir müssen auch schneller, wir müssen auch ... Ah, weiß ich nicht... Jünger größter Höher breiter, ich weiss
00:36:48: es nicht.
00:36:48: Es ist glaube ein bisschen, wenn ich drüber nachdenke während du es da gesprochen hast, ein bisschen ein Konkurrenzkampf eben auf Social Media.
00:36:55: und was man auch natürlich nicht weiß, jeder Radio Sender hat auch schon Nischenradio Sender, die ja online hört.
00:37:03: Diese Streams zählen dann zum Radiodest dazu.
00:37:07: Das wissen natürlich die Menschen nicht und da muss man natürlich schauen, es ist natürlich auch wirtschaftliche Frage.
00:37:12: Natürlich je mehr Hörer ich zähle beim Radiodests, desto mehr kann ich für die Werbung verlangen.
00:37:18: in natürlich ein wirtschaftlicher Aspekt weil der Druck größer ist.
00:37:22: Natürlich auch die Vielfalt.
00:37:23: der Privatradius ist jetzt viel mehr als wie früher und vor allem es kann jeder eigentlich heutzutage Siehe Podcast kann jeder sein eigenes Medium machen.
00:37:35: Instagram ist ja auch ein eigenes Medienwand da, es gibt ja Influencer die haben mehr Follower als eine Radiosender Hörer hat.
00:37:46: also das verschippt sie einfach.
00:37:48: Das ist einfach das.
00:37:49: wo immer dann die Frage stellt wie ist Radio in der Zukunft?
00:37:54: Was hat das für einen Stellenwert wenn jeder hunderttausende Follower hat auf Instagram und eigentlich schon ein eigener Sender ist.
00:38:03: Was hat dann Radio noch für Bedeutung massiert?
00:38:07: Das kommt wieder in den Redelfluss, dass was früher beim Radio wichtig war ja auch nicht mehr wichtig ist.
00:38:14: Nachrichten blockt zum Beispiel.
00:38:16: War doch immer Nachrichten haben bei Ö-Dreie fünf Minuten gedauert.
00:38:20: Wetter ausführlich.
00:38:21: Ganz wichtiges Intermedium
00:38:23: für die Leute.
00:38:24: Genau!
00:38:25: Und jetzt Kürze abgehandelt.
00:38:28: Das ist nur mehr, drei Sekunden Wetter und Verkehr und zack!
00:38:32: Und die Morationen werden weniger... Die
00:38:34: Leute wissen ja auch schon alles weil sie es schon gelesen haben gesehen haben dort da im Netz
00:38:40: sozusagen.
00:38:41: Also das ursprüngliche Radio wie Radio eigentlich war und wie es erfunden worden ist von dem gehen wir weg.
00:38:46: also die Form des Radios ändert sich Ich glaube, zunehmen.
00:38:51: Das finde ich jetzt irgendwie so nett als Vergleicher.
00:38:55: Ein Kundin hat zu mir gesagt in dem und dem Ort, der sich nennt den Ort nicht, der ist nicht soweit von uns weg, ist das nicht furchtbar?
00:39:03: Die bauen und bauen und bauen werden immer größer.
00:39:06: es ist ja schön wenn Leute auch wieder am Land wohnen aber die Häuser schaut euch an alle gleich Es gibt überhaupt keine Individualität mehr.
00:39:20: Und das war eigentlich eine junge Frau, die hat sich sogar dann so peinhart geworden und sagt nix hat mir einen Charakter!
00:39:26: Ja es muss schnell aus dem Boden schießen alles schaut gleich aus.
00:39:31: ist es nicht auch so irgendwie
00:39:32: in der Medien.
00:39:33: Da sind wir wieder beim Thema!
00:39:34: Das muss alles
00:39:34: schnell sein, wenn man wo länger zuhören muss dann ist die Gefahr dass man abschaltet.
00:39:41: das da höre ich mir zuhört.
00:39:42: jetzt muss schnell eine Info schnell ein tolles Lied schnell eine info dann ein anderes Lied damit jedes Schaure abgedeckt ist.
00:39:49: Ich glaube das ist irgendwie die Crocs unserer Gesellschaft
00:39:54: und ich hoffe dass sie das wieder zurück bewegt ruhig, dass man wieder ein bisschen runterkommt.
00:40:00: Ich glaube das der Peak irgendwann mal ist weil ich kann nicht schneller sein.
00:40:03: Ich kann nicht irgendwann noch den überholen oder nach des und dess.
00:40:07: Irgendwann ist ja der menschliche Kopf überfordert.
00:40:11: Das ist irgendwann mit so viel.
00:40:14: Aber darum, das ist einfach die spannende Frage, weil für mich ist Radio einfach nur immer dieses... Das mag alt klingen aber nur dieses alteingesessene Radio.
00:40:26: Das is einfach... bei meinen Großeltern, zwölf Uhr diese Glocken.
00:40:33: Habe ich noch immer... Das war doch früher der Benchmark von jedem Radio oder Radio in Niederösterreich?
00:40:40: Ja genau!
00:40:41: Zwölf uhr mittags die Kirchenglocken vom Kierchturm aus St.-Balten von da.
00:40:45: Das war für mich... das ist das Radio von mir.
00:40:48: Oder zum Beispiel Autofahrer unterwegs.
00:40:51: Bitte, das war doch... Da war ich kind und es eingeprägt.
00:40:58: Das war doch genial, bitte!
00:41:00: Und das war eine Sendung... Haben zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich perfekt gepasst?
00:41:04: Geht heute nicht mehr.
00:41:05: Eglor, du musst in der Zeitgäste anpassen.
00:41:07: Aber das
00:41:07: ist ganz klar, ich sage dir immer noch gegen Fortschritt und das will ihn.
00:41:11: Das soll es nicht falsch verstanden
00:41:12: werden.
00:41:13: Aber was das so eingeprägte bei den Österreicherinnen und Österreichern, dass die Generation heute nur fragt natürlich kann sich jeder erinnern aber wenn's du in zehn Jahren jemanden fragst oder in zwanzig Jahren Speziell im Radio ist, ich glaube da kann sich keine erinnern.
00:41:28: Ich habe das hast du jetzt gut auf den Punkt gebracht.
00:41:31: Genau das ist es.
00:41:32: Ja genau das ist ein guter Freund von mir, schweife ein bisschen ab aber das trifft wieder, das ist der Matthias Simona.
00:41:39: Das ist ein Profi-Gitarist der bei Queen gespielt hat und dementsprechend Queen und mit Brian May auf Du und Du etc.
00:41:50: Und der hat einmal gesagt Weil ich mit ihm gebladert hab, sagte der Bohemian Rhapsody.
00:41:57: Das ist so außergewöhnlich und das werden sie in hundert Jahren noch alle kennen.
00:42:03: Aber wenn du ... Und jetzt hat genau das gesagt was du jetzt gesagt hast.
00:42:08: Heute oder irgendwann mal fragen wirst du was war?
00:42:11: Zwei tausend sechsund zwanzig da für besondere Hits?
00:42:14: Es ist doch alles irgendwie ähnlich oder gelb.
00:42:16: Genau
00:42:16: so ist es, es bleibt nix im Kopf.
00:42:19: Und solche Werke?
00:42:21: Oder solche Radio-Sendungen ... ist halt schwer dass das wiederkommt.
00:42:27: Schade irgendwie!
00:42:29: Keine Benchmarks mehr.
00:42:30: Gut jetzt sind wir schon beim Thema Radio, das haben wir jetzt abgeschlossen aber ... Haben wir das abgeschlossen?
00:42:37: Nein es kann man nicht aufschließen da kann man noch hundert Jahre drüber...
00:42:40: Ja gerade wir natürlich, ich hoffe das führt den die jetzt zuhören nicht irgendwie langweilig geworden ist, weil wir zwei natürlich sehr durchs Radio verbunden sind und da kippen wir natürlich leichter ins Philosophieren rein.
00:42:51: Warum war es früher so?
00:42:53: Ja
00:42:53: aber ich glaube dass das gerade spannend ist, dass man irgendwie das Gefühl kriegt wie war Radio früher.
00:43:00: Das macht es dann als wie wenn wir mal als tipps jahrelten oder irgendwie in der Pension waren.
00:43:04: so jetzt haben wir noch nicht.
00:43:05: Aber das Gefühl Was mir anliegen ist, dass man das Gefühl noch mehr rüberbringt wie Radio einfach früher so schön war.
00:43:15: Einfach dieses Gefühl du bist beim Hörer und du hast es ja immer zurückgemeldet durch Anrufe, durch Mails oder irgendwie.
00:43:24: Und das eben nur komplett ohne Facebook-Kommentare oder irgendwas.
00:43:29: Das war wirklich rein auf... Hörerbasis, du hast wirklich die Anrufe gekriegt.
00:43:33: Das war einfach nur so ursprünglich und das war...
00:43:36: Ich weiß noch, da habe ich das ganz kurz nachher eben moderiert.
00:43:40: Da war es noch hinten für ihn schon.
00:43:42: Achtung, sich sechs auf jeden Fall schon wirklich für Niederösterreich!
00:43:45: Und es war ein heißer Sommertag
00:43:47: und
00:43:49: ich sage ja und ich weiß noch der Sendung hole ich mir dann noch einen Stanitzel?
00:43:56: Nein eine Tüte Eis Das habe ich gesagt, eine Tüte ist.
00:44:00: Und dann läutet das Telefon und der Herr Hörerin ist dran und sagt Frau Meister!
00:44:05: Ich hab sie als Moderatorin immer so nett gefunden aber jetzt reden es wie eine Deutsche.
00:44:09: Sie moderieren doch für Niederösterreich.
00:44:12: Und er hat gesagt ja ich weiß
00:44:15: Stanitzel und
00:44:16: das ist aber doch so nett dass die Leute so zugehört haben.
00:44:21: Und vielleicht ist das, das klingt jetzt so ganz philosophisch und altklug aber ich glaube es geht im Gesamten in unserer Gesellschaft und im Miteinander drum, dass wir uns echter Nosen nehmen und wieder mehr zuhören.
00:44:34: Ja.
00:44:35: Drum schwellen wir genau in diesen Erinnerungen weil ich glaub' dass das wie wir damals erlebt hab würden wird es genau jetzt brauchen.
00:44:43: Das wäre jetzt genau so, wie wir das damals erlebt haben.
00:44:46: Genau so werde es eigentlich gerade in jetzigen Moment, wie die Weltlage ausstattet wird es eigentlich einfach da dieses Miteinander.
00:44:54: Das Gefühl haben wir damals wirklich gehabt, wenn man mit Hitterfemm in Niedersich unterwegs war und wir sagen, was haben wir da gehabt?
00:45:01: Diese vier Länder irgendwie...
00:45:02: Ah ja!
00:45:03: Ach Gott!
00:45:03: Wo wir auf jeden Fall auch draußen unterwegs waren.
00:45:06: In jedem
00:45:07: Viertel waren.
00:45:07: Ja, genau.
00:45:08: Und dann haben wir was gehabt.
00:45:09: Die Leute haben mitgemacht.
00:45:10: Das war einfach... Ja, das hat man gespielt.
00:45:15: Die Leute haben wir gespielt und die Hörer haben wir einfach gespürt.
00:45:17: Und ich glaube, wenn wir heute so eine Aktion machen würden oder woher andere Radio-Sender kommen, die Leider waren diese Seeleis nicht mehr da.
00:45:25: Vielleicht ist das irgendwie so ein guter Wort.
00:45:29: Schön!
00:45:29: Ach Gott ja!
00:45:31: Ich kann mich noch erinnern, es ist wieder ganz was anderes.
00:45:33: Kannst du deine schlimmsten Versprecher erinneren?
00:45:40: Einer war aber ... das war kein Versprecher.
00:45:44: Da habe ich gemeint, das war aber noch bei Radio Rabella.
00:45:46: Ich habe mit Fritz Kaltes gemeinsam Frühsendungen gemacht und wir haben immer so eine Doppelkonferenz gehalten und da war gerade, es waren Montag und am Sonntag war grad der Muttertag.
00:46:00: Und Fritz Kalte sagt zu mir, er sagt, du, Christina, wie hast du den Muttertag verbracht?
00:46:06: Und ich sage wirklich aus vollster Seele, sag' ich, mit Vögeln!
00:46:11: Ja, weißt du.
00:46:12: was aber war?
00:46:13: In Wahrheit haben wir mit meiner Mama einen Ausflug gemacht in den Vogelpark schmieden.
00:46:19: Und das ... wirklich ... Das
00:46:22: lief!
00:46:23: Wirklich, das war's nicht so früh zu sagen, dass ich sage, nein, das sind wir dann als Bewusst geworden.
00:46:29: Das war so ziemlich...
00:46:32: Aber lustig.
00:46:33: Aber das bleibt hängen, das bleibt verhängen.
00:46:35: Was war mit
00:46:35: dir?
00:46:36: Bei mir waren es zwei, bei mir waren zwar
00:46:38: gleich zwei.
00:46:39: Zwei, das wars Ansicht ist es gar nicht so lustig, da waren ... Ja das war jetzt ein tragischer Verspräch eigentlich.
00:46:48: Das wird man heute natürlich nicht sagen.
00:46:51: Wald brennt in Griechenland.
00:46:53: Da haben wir einen Beitrag anmoderiert und dann war der Beitrag und sorgt am Schluss Und sobald es brandneue Informationen gibt halten wir sie hier auf dem Laufenden.
00:47:12: Bald brandt, Beitrag gerade fertig und ich sag dann so bald's Brand aktuelle Nachrichten gibt aus Griechenland.
00:47:17: Es wäre erst nachher erst bewusst geworden.
00:47:23: Das passiert einfach, das war wirklich... Und ein lustiger Versprecher, da habe ich im Morgensendern grad neu gehabt glaube und Geisterfahrer.
00:47:31: Und Geisterfahrameldungen sind bei uns immer per Mehlkoma.
00:47:34: Polizei haben wir schon vorher am Schirm gehabt, zack!
00:47:36: Wir haben die Lieder unterbrochen und zack-zack-Zack Und Niederösterreich, A-Eins war immer so ein bisschen so eine Nadelöhe wo es gerne mal irgendwo falsch aufgefahren sind.
00:47:45: Und ich sage natürlich in meiner Hektik war gerade die Morgensendung irgendwie gerade ein paar Wochen.
00:47:49: und denk mach Geisterfahrer zack!
00:47:50: Ich muss ganz ganz schnell sein und muss dann natürlich noch den Zschingel raussuchen.
00:47:53: und zack zack tack und das Bett... ...und ich sag Achtung Geisterfahrer auf der A-Ins, der Westautobahn zwischen, weiß ich nicht was habe ich gesagt, Haag Weiß ich nicht, Milch?
00:48:04: Keine Ahnung.
00:48:05: Und wiederholt es und sagt dann am Schluss... ...und wir geben Entwarnung sobald der Autofahrer die Geisterbahn verlassen hat!
00:48:15: Aber so aus
00:48:16: vollem
00:48:17: Herzen, ganz schnell was du sagst, weil natürlich auch selber nervös war, ich muss das jetzt nur aufs Sendung bringen und sagt... und wir gehen entwangen sobaldd der Autoffahrer den Geisterbahnen verlassen hatte.
00:48:25: Das ist schön oder das ist
00:48:26: schön?!
00:48:26: Aber so schnell schnell und ich habe das erst im Nachhinein und checkt, was hab' ich jetzt gesagt?
00:48:31: Ja, das sind halt solche Sachen.
00:48:33: Aber das ist einfach
00:48:33: lieb!
00:48:34: Der
00:48:34: Autobahn, die Geisterbahn verlassen hat... ja, das passiert einfach schön, wenn man solche Rennungen hat.
00:48:41: Du hast eh immer schon mit Tieren zu tun gehabt?
00:48:45: Ja.
00:48:47: Das Daumen ist schon glaube ich Hunde mitgekauft im Studio und das kann ich mir erinnern.
00:48:50: Hast du dort einen Golden Retrieber?
00:48:54: Nein!
00:48:54: War das nicht ein golden Retriebe?
00:48:58: Das
00:48:59: war ein Mischling.
00:49:00: Mein Gott, ich hab schon so
00:49:03: viele Tiere gehabt mein ganzes Leben lang.
00:49:06: Wie du ganz zu Beginn vor fünf Stunden, als wir zu reden waren, gesagt hast ... Wir hatten immer Tiere und meine Eltern waren schon so, dass es eigentlich immer gerettete Tiere war.
00:49:19: Wobei es um Gottes wenn nicht schlecht finde, wenn sich irgendjemand wirklich einen Zucht rund holt.
00:49:24: Aber es waren bei uns halt immer gerettede Tiere in irgendwelche armen Seelen Und jeder Igel und jeder Regenwurm, alles ist bei uns irgendwie gerettet worden.
00:49:35: So habe ich diese Leidenschaft vor allem von meiner Mama mitbekommen für Tiere.
00:49:40: Darum war eigentlich immer auch dieser Idee oder dieser Herzenswunsch da eigentlich beruflich was mit Tieren zu machen nur eben wie gesagt, wie zu Beginn schon einmal erwähnt als Veterinärmedizin.
00:49:52: Wie gesagt, die hab ich studiert mit vollstem Respekt, aber dieses Grisgott-Tablettenverschreiben, Röntgen machen aufschneiden und wieder schauen.
00:50:03: Das war es dann nicht!
00:50:04: Ich wollte – das ist dreißig Jahre her!
00:50:07: Dreißig jahre!
00:50:08: Oh Gott ich darf's gar nicht laut sagen dass ich Wettmötchen studiert habe.
00:50:13: Da hab' ich schon gemerkt da will Tiere anders begleiten.
00:50:16: Und zum damaligen Zeitpunkt wie willst du das?
00:50:19: Da hat sich eben ein Tierarzt gegeben ja, aber dass es vielleicht einen Tiersmasseur gibt oder Füßetherapie für Tiere, das war vollkommen unbekannt.
00:50:30: Und somit habe ich dann eben Veterinär wirklich AD gesagt und hab Schauspiel studiert und war und bin in Wahrheit auch sehr glücklich damit aber auch schon wie eben in Deutschland gespürt haben wir sind auf die Tiere so abgegangen du kannst ja als Schauspielerin nicht voran an Zimmer ins nächste Jahr und voran, oft mit deinen Viecher reisen.
00:50:50: Und die sind mal extrem abgegangen und ich hatte daheim auch noch ein gerettetes Pferd.
00:50:57: Da ist dann einfach immer der Wunsch eigentlich stärker geworden.
00:51:01: und nachdem in der Medien bräuchte es war ja ... wir haben jetzt so viel über das Radio geredet, aber es war Radio-Rabelle, als war ich TVM, es waren eighty-sechs.
00:51:10: Das habe ich dann verlassen und war dann zwischendurch gar nicht so kurz beim Niederösterreichischen Bau am Bund als Kulturreferentin.
00:51:21: Ich habe dort Sprech-Training gegeben für die Referenten, kulturelle Veranstaltungen organisiert.
00:51:27: Dann kam der ORF Niederoesterreich und es war parallel aber immer Theater was man fast teilweise schon nach und nach fürs Herz immer wieder mehr gegeben hat.
00:51:38: und dann eben, bis man gesundheitlich wirklich schlecht gegangen ist.
00:51:44: Und ich wusste, ich muss mich jetzt... Ich muss mich neu sortieren und orientieren.
00:51:52: Da habe ich dann gewusst, ich will eigentlich was mit Tieren machen.
00:51:56: Und da habe ich neben ORF noch Frühsendungen machen, teilweise Theaterproduktionen machen
00:52:04: etc.,
00:52:04: habe ich nochmal studiert auf meinen alten Tag in Deutschland nämlich Tierfysiotherapie.
00:52:12: Und hast mittlerweile deine eigene Praxis?
00:52:14: Genau, ja in Österreich ganz wichtig heißt das Nicht-Tierfysioterapie sondern Tiermasseur und Tierbewegungslehrer Das ist die österreichkonform der Bezeichnung.
00:52:24: Die als Tierphysiotherapeut dürfen sich nur Tiers den Österreich bezeichnen Ja es ein bisschen Obstruh sind.
00:52:29: In Deutschland bin ich eingetragen im offiziellen Register als Tier Physiotherapeuten.
00:52:34: Aber ich habe jetzt eine eigene Praxis seit dreieinhalb Jahren selbstständig, also da muss ich selber mir bis auf die Schulter klopfen und sagen den Mut in die Selbstständigkeit mit
00:52:49: in Richtung
00:52:50: fünfzig musst du haben.
00:52:53: Aber ich habe eine unglaubliche Unterstützung gehabt durch meinen Mann, durch meine Tochter, die gesagt hat Mama In der Medienbranche gehst du zur Grunde.
00:53:04: Ich kenne dich nicht mehr, du bist nur mehr eigentlich wie
00:53:07: eine ... Du funktionierst noch mehr!
00:53:08: Ja, du funktionierest noch mehr.
00:53:10: Du warst fertig, du warst
00:53:11: zu viel, du kriegst,
00:53:12: hast Atembeschwerden.
00:53:15: Ändere das und auch durch meine Mama die noch lebt.
00:53:18: Die haben das so unterstützt – auch finanziell, sowas darf man nicht vergessen... Du kannst nicht total blau eigentlich sagen, wenn du eine Familie hast.
00:53:27: Wenn du Tiere hast und ein Haus hast, wo es dann kreditabzahlen musst.
00:53:30: Kannst du da einfach so ein Geizmesser machen?
00:53:32: Ich
00:53:32: mach ein Praxis auf!
00:53:33: Jetzt mache ich nur mal für mein Herz und durchsteht dir wieder.
00:53:36: Das heißt die gesamte Absicherung sowohl von der Familie als Stützer aber auch finanziell, wenn
00:53:41: wir extrem
00:53:42: uns in den Kürtel enger geschnallt und zusammen geholfen.
00:53:46: Und so habe ich eigentlich meinen ganzen Leben noch einmal gedreht.
00:53:50: Du hast den Mut gehabt und du hast es einfach gemacht mit Unterstützung von vielen Menschen.
00:53:55: Und der Erfolg gibt dir ja recht, ich meine da hast viele Klienten die vom Linz kommen also weit her.
00:54:01: Es ist so schön!
00:54:03: Es ist eine herzerwärmend befriedigende Arbeit.
00:54:08: wenn
00:54:08: die
00:54:09: Hunderl kommen und einfach... Ich ihnen vermitteln kann, ich möchte nur das Beste für euch Und die dann so gern kommen und so glücklich sind, und rein kommen sie auf die Massageliege legen und sagen komm mach.
00:54:29: Ich bin natürlich sehr... medizinisch.
00:54:32: Ich habe ja doch viel Vorbildungen, wer wird mit etwas fertig studiert?
00:54:36: Und das Physiotherapiestudium ist natürlich in Deutschland sehr medizinisch.
00:54:40: also wenn jetzt jemand fragt was er macht und die Total massieren es ist genauso wie man sich bei Menschen vorstellt Ja Es sind Massagen aller Arten Es ist Lesertherapie Es ist Ultraschall Es ist Stoßwellen Mein ganzer Stolz, ein Unterwasserlaufband für Hunde.
00:55:01: Ich mache mit ihnen Gymnastik Koordinationsübungen.
00:55:04: Es geht einfach um das Wohlbefinden des Tieres es wieder herzustellen oder zu erhalten.
00:55:11: und ich heiße ja Tier im
00:55:14: Intakt
00:55:16: Das ist mein Name und das ist auch das Motto, ich möchte die Tiere entweder im Takt halten oder in ihren Takt bringen Und das klär mich die Besitzer mit.
00:55:24: Aber das Tolle Ich nenne es jetzt doch Therapie.
00:55:29: Du therapierst Menschen, aber gleichzeitig geben die Tiere ja auch dir extrem viel zurück.
00:55:35: Das ist doch so eine gegenseitige Therapie oder?
00:55:37: Ja,
00:55:38: extrem!
00:55:38: Und das war für dich sicher an dieser Zeit was alles viel war, genau das was du brauchten hast weil das Arbeiten mit Tieren hat...
00:55:47: dich
00:55:47: entspannt?
00:55:48: Ja,
00:55:48: absolut.
00:55:49: Es gibt nichts Schöneres.
00:55:50: Das ist dieses
00:55:52: bedingungslose
00:55:53: Vertrauen da oder man nimmt sich die Zeit es sich hart zu arbeiten.
00:55:58: wie viele Tiere kommen rein und haben Angst weil sie sagen oh Gott jetzt bin ich wieder beim Tierarzt noch jeglicher Spritze wäre ich aufgeschnitten.
00:56:04: und wenn's dann zum ersten Mal schwänzeln und reinkommen und sagen hallo!
00:56:08: Da bin ich hier wieder und ich freue mich schon.
00:56:10: was machen wir heute.
00:56:12: Das stehendste Gefühl irgendwie.
00:56:13: Und wenn natürlich ein Kleines Beispiel.
00:56:17: Fünfzehn Jahre alter Rund, der einfach kaum mehr Muskeln hat, die Koordination verliert und die Besitzer kommen halt an und sagen, kann man nur ein bisschen was machen?
00:56:27: Und einige Einheiten später geht er wieder grau.
00:56:31: Die Muskulatur beginnt sich wieder aufzubauen.
00:56:33: Er wird wieder freulicher, er geht wieder lieber spazieren.
00:56:35: Das ist das schönste Gefühl eigentlich oder?
00:56:37: Was gibt's besser?
00:56:38: Ja absolut Wahnsinn!
00:56:39: Schön, schön... Du hast nicht nur das gemacht.
00:56:45: Du hast neben diesen Sachen, die du gemacht hast selber gespült beim Radio-Praxisaufbau.
00:56:52: Du hattest noch ein riesengroßes Herzensprojekt.
00:56:55: Das was ja in dir glaube ich ewig geschlummert ist.
00:56:59: Hast du auch noch ins Leben gerufen?
00:57:01: Ein eigenes Sommerteater.
00:57:03: Dass du eigentlich in der Welt gerufen hast, du warst Intendantin selber auf der Bühne gestanden Das war ein Schloss Wolfpassing.
00:57:14: Ja, ich glaube schon dass ich stolz drauf sein darf muss aber dazu sagen das ist das Projekt oder das Baby von meinem Mann und von mir.
00:57:26: mein Mann kommt ein bisschen aus einer anderen künstlerischen Richtung plus Musiker.
00:57:31: der würde heute Hund und ich hätte Schauspielerin.
00:57:35: Aber so dieses künstlersche.
00:57:40: Es war dann schon ein bisschen so, wie können wir unsere künstlerischen Berufe in unserer Region irgendwie einbringen?
00:57:48: oder wie können sie uns mit unserem künstlerschen Beruf auch nützlich machen?
00:57:52: In der Region.
00:57:53: Und da ist die Idee eines Theatersomers entstanden und zwar zuerst einmal im Schloss Neupruck bei Schepps.
00:58:04: Warum dort?
00:58:05: Wir wollten eigentlich Das war mein Landesaustellungsschloss.
00:58:09: Und es ist dann sehr ruhig um dieses ganze Schloss geworden und wir haben dort geheiratet, das ist unsere Heimat.
00:58:15: Dann habe ich gesagt, da machen wir ein Theater-Sommer, wir versuchen das an professionellen Theater-sommern mit Profischauspielern.
00:58:21: Schönes Sprechtheater, um niemanden Konkurrenz zu machen!
00:58:25: Es gibt ja in unserer Region Operette, es gibt in Melk die Monumentalwerke vom Alexander Hauer.
00:58:31: Wir wollten nicht Konkurrents machen sondern schon eine neue gute Theaterschiene bedienen und haben im Schlossenei-Bruck begonnen.
00:58:38: Und das war ein Riesenerfolg!
00:58:40: Also, wir wussten ja gar nicht wie viele Zusatzvorstellungen gehabt und es war ganz klar, dass ist jetzt auf Dauer und während dieses Theatersomers kamen in der Schlossener Pechter und die haben gesagt, wollen wir nicht?
00:58:51: Danke wieder schauen.
00:58:54: Dann war hier sehr nicht viel Aufruh in der Region und sehr viele Gemeinden sind an uns herangetreten.
00:58:59: Das war so rührend und haben gesagt macht sie's bei uns, das ist doch toll.
00:59:04: Und darunter war Schloss Wolfpassing.
00:59:07: Das ist genauso brachgelegen wie Schloss Neuprock, haben wir gesagt.
00:59:14: Dann führen wir das dort weiter.
00:59:16: Wir beleben dieses Schloss und wollen die Tore öffnen für die Öffentlichkeit mit Theater die Leute reinholen und sagen Ist es nicht ein Kleinoot im Moschviertel?
00:59:25: Im kleinen Erlaufteil, wie es dort genau heißt.
00:59:32: großen Erfolg gehabt.
00:59:33: Wir haben uns da hoch gearbeitet, mein Mann und ich haben mit der Gemeinde Wolf-Bassing das gestähmt und einen wirklich großartigen Theater so mal ins Leben gerufen.
00:59:42: Und wie es mit so Schlöstern ist, beim ersten Theater.
00:59:45: Also als wir begonnen haben hat er das schlossgewisse Besitzer die uns gestützt haben und das toll fanden.
00:59:51: Während des ersten Theater-Sommers haben die Besitzer gewechselt aber auch die neuen Besitzer fanden das großartig und toll und haben uns gestürzt.
00:59:58: Währen des dritten Theater-sommers sind die Besitzer wiedergewechselt.
01:00:01: Fanden das toll!
01:00:02: Wir haben den Theater Sommer weitergeführt und jetzt nach dem fünften Jahr haben die besitzer wiedergewechselt.
01:00:08: Das ist eine Immobilienfirma Und da ist momentan leider eigentlich schon in den Vorbereitungen für sechsundzwanzig, das war sehr bitter und ich habe viel geweint muss ich sagen.
01:00:23: Der Theater-Sommer jetzt mal auf Eis gelegt weil die Immobilienfirma will Göttingen werden ja und obwohl wir wirklich viel miter bezahlt haben für ein Kulturprojekt ist ihnen das zu wenig und im Endeffekt Ich bin aber ein Optimist, das war so harte Arbeit.
01:00:43: Sowohl die Gemeinde Wolfpassing als Veranstalter, der es getragen hat – weil das finanzielle Risiko muss ja jemand übernehmen!
01:00:52: Also auch mein Mann und ich sagen vielleicht ist es nur eine Pause, siehst du?
01:00:57: Und es geht sehr weit.
01:00:58: Ja, ich
01:00:58: glaube dass da irgendwelche Tore werden aufgehen.
01:01:00: Da bin immer sicher.
01:01:03: Das Sommertheater, du hast Theater in Scheibs gemacht.
01:01:07: Du warst dort Regisseurin und hast dort noch den Theaterherbst gemacht.
01:01:10: Fünfzehn Jahre lang ja!
01:01:11: Wahnsinn, das
01:01:12: ist unglaublich.
01:01:13: Unglaublich.
01:01:14: Wie hast du das alles eigentlich unterm Hut gebracht?
01:01:16: Du hast Familie, du haust Haus... Na erinnert's über halt.
01:01:18: ... du hast so viele Sachen gleichzeitig gemacht.
01:01:22: Es ist unglaublicher.
01:01:23: Und was ich immer an dir faszinierend finde, du hasst immer das gemacht, was dir Spaß macht.
01:01:30: Du weißt, was dir Spaß macht und hast das ausleben können.
01:01:35: Und das finde ich einfach total faszinierend.
01:01:38: Es ist überall immer etwas dabei, wo man sagt, es macht jetzt gar nicht so Spaß aber im Theater sind wir die ganze Bürokratie usw.
01:01:45: Das wird nicht so lustig!
01:01:47: Aber im Endeffekt, das stimmt schon da hast du recht... Ich find' es toll dass du mir das sagst wenn man macht sie das oft selber sehr wenig
01:01:55: bewusst.
01:01:55: Definitiv.
01:01:56: Wie viel
01:01:57: Glück man eigentlich hat es zu schaffen, Dinge zu machen die an eigentlich wirklich Freude machen fürs Herz.
01:02:04: Man ist so... Es ist immer viel deutlicher wann was daneben geht wenn was negativ ist und das verhaftet man sich irgendwie aber man sieht dann viel zu wenig dass er sagt Aber das, das, Das ist toll!
01:02:17: Der Außenstehende Wenn man dir wieder anschaut das ist das und das hast du in das Leben gerufen und das machst und das fünf Sachen gleichzeitig Zehn mal mehr, als was manch anderer in seinem Leben zusammenbringt.
01:02:31: Weiß deine Passion ist!
01:02:32: Weil du Schauspielerin bist und möchtest etwas bewegen.
01:02:35: Das hat dich einfach immer auszeichnet glaube ich.
01:02:37: Und ich glaub da kommen wir nur... Ganz für andere Sachen.
01:02:40: Das Leute unterhalten... Ich war nie so, jetzt zum Beispiel gerade beim Theater-Sommer auch nie der Typ, der es gesagt hat.
01:02:48: und wir bringen jetzt Stücke auf die Bühne, wo wir mit dem Zeigefinger aufs Publikum hinunter wacheln und ihnen nicht sagen wie das Leben funktioniert.
01:02:56: Es ist ganz toll wenn Theater wirklich Aussagen hat und auch kritisch ist etc.. Aber der Theater-Sommer, das haben wir wirklich gemerkt.
01:03:05: Ich persönlich werde ein Typ für sehr schwere Stücke sein und liebste nur Schnitzel und Horwald spielen.
01:03:10: Aber beim Theater- Sommern drum hat er so funktioniert.
01:03:13: es war schon hochwertige Kost Stefan Zweig Peter Torini, der übrigens auch zu Gast war bei uns.
01:03:20: Das war ganz toll!
01:03:22: Aber doch unterhaltsam und die Leute zum Lachen bringen.
01:03:27: Und das ist so pathetisch.
01:03:30: Das klingt in der heutigen Zeit schon wichtig wenn du wieder nur Drama auf die Bühne bringst und sagst schatz euch das an wie furchtbar alles ist und es muss alles ganz anders funktionieren.
01:03:41: und wir Schauspieler haben die Weisheit mit Löffeln gefressen und sagen euch jetzt wie's funktioniert.
01:03:47: Das möchte man nicht so gerne sehen.
01:03:49: Und ich glaube darum hat es funktioniert, das war ein tolles Ambiente und einfach Stücke die das Herzacher wärmen.
01:03:56: Ich bin mir sicher da gesichert irgendwann wieder mal was auf weil du bist für die Bühne geschaffen.
01:04:00: Du wirst sicher weiterhin auf der Bühnen stehen Da bin ich mir sicher.
01:04:03: Ja!
01:04:04: Das ist einfach so.
01:04:05: Ich
01:04:05: seh dir nur auf der bühne.
01:04:08: Das ist deine Passion.
01:04:09: Du bist Schauspielerin mit Leib und Zähle.
01:04:12: Das is einfach so und ich glaub da spielt Alter überhaupt keine Rolle.
01:04:16: Ja, mal schauen.
01:04:17: Unsere Tochter ist jetzt frische Achtzehn geworden, steckt gerade mitten in der Matura und hat jetzt auch eh schon länger die Schauspielleidenschaft erfasst.
01:04:30: Mal schauen, weil sie hat wirklich von Kindesbeinen an mitbekommen.
01:04:33: Wie viele Tiefmessage gibt es?
01:04:34: Wie viele Rückschläge?
01:04:35: Wie viel du dir die Seele aus dem Leib spielst und dann steht in der Zeitung noch die Frau Meister.
01:04:40: oder war aber ein bisschen Blass auf der Bühne.
01:04:42: Also
01:04:43: wie viele Rück Schläge du erleiden musst eigentlich!
01:04:46: Viel mehr als andere im Berufen.
01:04:48: Genau
01:04:48: das ist
01:04:49: immer so arg, ich bin sehr realistisch.
01:04:51: Ich sage sowohl Radiomoderator oder Moderatorin sowie Schauspieler... brauchst du nicht unbedingt zum Überleben.
01:04:59: Ein Herzkerug, das ist ... die Onkologie-Grebstherapie, das
01:05:06: sind wir uns ehrlich, ja?
01:05:07: Das ist schon essenzieller!
01:05:10: Aber trotzdem soll es auch seinen Platz haben für ein schönes Leben und da gibt ihm auch die Pfleger und die Nora.
01:05:17: so hast unser Tochter, die hat das ja wohl alles mitbekommen will, aber jetzt trotzdem versuchen mit den Aufnahmeprüfungen nach der Matura Und da bin ich jetzt momentan ein bisschen mit der Konzentration.
01:05:26: Man
01:05:26: zieht das mit, gell?
01:05:27: Ja, klar!
01:05:30: Ist es einfach eine spannende Frage.
01:05:32: trotzdem hat sich das Theater entwickelt und verändert.
01:05:38: Schauspieler sein.
01:05:39: Ich wollte dem Kind immer Schauspieler sein also für mich war... Ich will zu Schlossodellort.
01:05:44: Das war damals für mich, das war vor allem eines ... ich will bei Schloss-Odellort mit spielen!
01:05:49: Es war so mein Traum.
01:05:50: Ich wollte der Franzl sein, der Hotelsohn.
01:05:54: Da hätte ich mich total gesehen.
01:05:56: Das ist total meins.
01:05:57: Kann ich gut nachvollziehen.
01:05:58: und vor allem ging es irgendwie so blöd.
01:06:00: Du hättest auch... ich hoffe du verstehst das jetzt richtig?
01:06:03: Du hattest ein Seriengesicht.
01:06:05: Also nicht Serienmörder, sondern
01:06:07: Seriengesicht.
01:06:10: Weil du einfach ... Du bist ein falscher Kerl, ja?
01:06:13: Es ist einfach so.
01:06:14: Aber du hast eine liebe Ausstrahlung!
01:06:16: Ich weiß jetzt nicht... ich tue mal ein bisschen schwer ob du wirklich... ich glaube, du könntest deinen hinterhältigen Bösen sicher auch spielen aber du bist sicher jemand wo die Leitzung wartet, den mag ich so, der kommt zu einer sympathischen Ausstahlung rüber, den sehe ich gern.
01:06:32: Also was ... Jetzt im Ernst.
01:06:35: Ich war wie alt war ich, als ich noch mal studiert habe?
01:06:37: Es ist ja
01:06:37: nichts.
01:06:38: Absolut!
01:06:38: Nein natürlich nicht.
01:06:40: Das geht ja immer.
01:06:42: Das ist man oder das ist man nicht?
01:06:44: Das ist einfach so glaube ich.
01:06:45: Das hat man in sich... Also das war für mich immer spannend.
01:06:49: Aber zurück zur Frage.
01:06:50: Hat der Scanner Schauspieler sein früher heute schwieriger zu erlernen?
01:06:56: Ist es individueller geworden?
01:06:59: So besser, man ist einer von vielen und man is mit Mainstream, schwimmt damit.
01:07:05: Also früher gab es noch mal auf jeden Fall weniger Schauspieler.
01:07:09: Und ich hab manchmal das Gefühl dass man jetzt wirklich an die Euden zurückdringt, denkt an den Joseph Meinrad, an den Theo Linge, über Kurt Jürgens.
01:07:22: Ich würde meinen Mann für den Kurt
01:07:24: Jurgens verlassen!
01:07:28: Das waren so karismatische Menschen, ich habe sie nur Männer aufgeteilt.
01:07:36: Die Hörbega-Dynastie, alle
01:07:38: z.B.,
01:07:39: auch die Damen.
01:07:40: So charismatischen Leute und fantastischen Schauspieler.
01:07:45: Und heute so Tage greift es, dass man das Gefühl ein bisschen um sich ... Man will ein bisschen ...
01:07:53: Universala!
01:07:56: schnell berühmt werden, für nicht viel tun.
01:07:59: Du hast teilweise an jeder Ecke private Schauspielschulen... Es ging jetzt ein bisschen herrter, aber es ist einfach so.
01:08:07: du zahlst deine Gebür und die nehmen jeden bei unserem Kron sich weiß ich wieviel hundert, drei, vierhundert Anwärter damals, was ich gar nicht so füß, vier waren wir diese genommen haben.
01:08:20: Heutzutage kannst du Schauspül studieren ob du Talent hast oder nicht, du zahlst halt deine Gebühr.
01:08:26: Und das macht es dann schwierig, weil diese jungen Leute, die vielleicht ein bisschen ihr Talent auch verkennen und dann der Schauspiel studieren.
01:08:37: Die krebsen aber auch armselig herum auf der Suche nach Jobs.
01:08:42: Das wären vielleicht falsche Hoffnungen erbätts?
01:08:44: Ja!
01:08:44: Das ist genau das Problem...
01:08:45: Das ist ganz, ganz
01:08:46: bitter.
01:08:48: Vielleicht hat man früher einfach mehr vertragen.
01:08:52: Ich kann mich nur erinnern.
01:08:53: Ich bin ja nach Wien gegangen und habe angefangen zu studieren.
01:08:57: Und dann dachte ich, ich will die Moderatoren-Ausbildung!
01:08:59: Ich will das machen weil ich will zum Radio und da will ich jetzt... ...ich würde es machen, weil ich brauche die Grundkenntnisse.
01:09:04: Ich selbst bewusste wie ich war, rufe bei dem Institut an wo ich die Sprechausbildung mache.
01:09:08: So, ich möchte das mach' ich mich mehr
01:09:09: anmelden.".
01:09:11: So geht's nicht.
01:09:12: Komm wir uns einmal vorbei, vorsprechen?
01:09:14: Wir nehmen nicht an jeden.
01:09:17: Genau.
01:09:17: Und heute, dieses Klingel ist schon ein Biddlerorg Heute ist der hinter dem Mikrofon, der vielleicht einmal den Verkehrsservice geschrieben hat.
01:09:26: Richtig!
01:09:27: Ja?
01:09:28: Und kaut keine Ausbildung... Also es ist ohne Wersteller geworden für mich.
01:09:32: Auf jeden Fall und das ist ja bitte heutzutage.. Es ist doch nicht schlecht wenn man sich ein bisschen reiben muss und kämpfen muss und sich bemühen muss und auch ein bissel einen Talent haben muss um etwas zu erreichen und damit vielleicht leben muss.
01:09:51: Und eine Psychotherapeutin hat mir gesagt, zählen Muckes aufbauen müssen.
01:09:56: Weil man auch lernen muss zu scheitern.
01:09:58: Das hat dann viel mehr Wert für einen Server, wenn man sich das ja arbeitet und auch gescheitert ist.
01:10:03: Genau.
01:10:04: Das gehört dazu einfach irgendwie...
01:10:05: Aber das universelle, was du sagst?
01:10:07: Universell!
01:10:08: Es ist irgendwie, es ist Wurst wo man hinschaut.
01:10:12: In Unternehmen so dass Leute an der Spitze sind die gar nicht geeignet sind, beim Radio sind Menschen die sie alle gleich anhören.
01:10:22: Ja man muss einfach so sagen es ist universeller geworden.
01:10:25: Es ist niemand der spezielle Typ ist gar nicht mehr so gefragt.
01:10:29: das ist irgendwie
01:10:29: schon... Das ist ja schade weil wir sind alle individuell und wir sollten nicht versuchen irgendjemandem zu kopieren oder etc.
01:10:36: sondern hören wir uns wieder zu und besinnen wir uns dass was wir sind und hören wir hinein in uns können.
01:10:43: Und ich glaube, dann findet man seinen Weg.
01:10:45: Wir sind so nach außen orientiert gerade die Jugend und das ist echt schwer!
01:10:49: Nach außen, was ist jetzt ihnen?
01:10:51: Wo muss ich gehen, dass es cool ist?
01:10:54: Ich glaube wieder ein bisschen Bodenständigkeit sehe ich als Mutter auch so, dass das auch etwas der Aufgabe der Eltern ist den Kindern wieder ganz individuelle Wurzeln zu geben
01:11:07: Und auch in diesem Bereich Fördern, in denen es Talent haben und was sie mögen.
01:11:11: Weil wie soll ein Kind oder Jugendlicher spüren?
01:11:16: alle gleich sind und irgendwelchen Idealien oder Idealen nachlaufen, so möchte ich sein.
01:11:21: Was aber gar nicht er ist, der kennt ja gar nicht seine Identität und das war halt früher wahrscheinlich schon besser seine Identitet aufzubauen.
01:11:29: Man muss es selber finden müssen.
01:11:30: man hat rückschläge gehabt okay das passt nicht zu mir und man hat's vielleicht leichter ertragen.
01:11:36: heute ist schwierig oder heute kannst du am Jugendlichen gar nicht so einfach sagen du das weil das kränkt ihn dann zutiefst.
01:11:46: Man müsste es aushalten.
01:11:46: Ja, auf jeden Fall!
01:11:47: Ich weiß schon ein Zeitalier mit Geri Seidl, sicher vielen Begriffe.
01:11:51: Kabarettist habe ich mal geplaudert über unsere Kinder und er hat gesagt wir brauchen uns doch nur die Zeit zu nehmen, unsere Kinder zu beobachten dann sie müssen... Dann sehen wir als Eltern schon was ist einmal prinzipiell das Talent und was nicht?
01:12:07: Und dann stützen wir die Kinder darin und es tut ihnen auch gut sich auch darin zu stützen Das zu finden, wo man sagt das ist aber nicht so ganz.
01:12:20: Die Aufgabe der Eltern ist es sich mit den Kindern zu beschäftigen.
01:12:30: Da war das dann einfach nicht möglich, aber das Talent da war.
01:12:32: Aber heute kann ja jeder, wann er das talent hat, hat auch ganz viele Kanäle das zu erlernen oder viel mehr.
01:12:41: und das ist nur überhaupt generell über Medien zu sprechen.
01:12:45: Das sehe ich als skeptisch wie man da in zehn, zwanzig Jahren stengen weil wenn man jetzt in die Schulen schaut und fragt was willst du beruflich machen?
01:12:54: YouTuber Influencer?
01:12:58: Es kann nicht jeder YouTuber-Influencer werden.
01:13:00: Das macht mir ein bisschen Sorgen, weil die sozialen Medien oder dieses TikTok wird quasi zum Leitmotiv für ganz viele... Da lebt man ja im Leben vorbei und das haben wir auch nicht in der Realität.
01:13:13: Absolut!
01:13:14: Und das ist irgendwie für die Zukunft oder für die Gesellschaft allgemein in Zukunft glaube ich etwas kritisch.
01:13:23: Ich würde es sogar so weit gehen, dass du kritisch bin, die hast du jetzt ja schon mal angesagt.
01:13:28: Gefährlich!
01:13:29: Ja, gefährlich.
01:13:29: Das
01:13:30: ist eigentlich ein bisschen auch eine gefährliche Entwicklung in vielen Bereichen – wir werden jetzt nicht nur aufs Politische eingehen und sonst was, sondern da hat die Sendung fünf Stunden.
01:13:38: Aber es sind in vielen Dingen eine Entwicklung, die uns Menschen
01:13:43: nicht gut tut?
01:13:44: Nein absolut nicht.
01:13:45: Und man wird sicher oder wir nicht aber die Jugendlichen dem mit Handy aufwachsen wie du sagst gefährlich, weil die werden in eine Richtung erzogen.
01:13:55: Weil die Eltern sich vielleicht gar nicht mehr Zeit nehmen oder was sie etwas mit den Kindern beschäftigen.
01:13:59: Die werden durch TikTok erzogen, wurscht ob das gesellschaftpolitisch ist oder politisch oder wie auch immer.
01:14:05: Das ist gefährlich und die Kanäle werden natürlich genau...
01:14:09: Da ausgenutzt.
01:14:11: Das ist ganz klar!
01:14:13: Die Beeinflussung ist natürlich da sehr, sehr groß und deswegen... Ich bin froh dass wir das damals erlebt haben beim Radio und es war einfach so wunderschöne Zeiten.
01:14:24: Wir müssen uns unserer Verantwortung bewusst
01:14:26: sein Genau und auch für die nächsten Generationen In vielen Belangen.
01:14:33: Was sollen die Hörerinnen und Hörern von unserem Gespräch mitnehmen.
01:14:39: Was können wir dann hören von unserem wirklich voll umfassenden Gespräch?
01:14:48: Wir sind es eigentlich so viel abgedeckt, das war richtig.
01:14:52: Wobei immer sicher sein kann, wenn man jetzt in ein paar Wochen konnte man glaube ich noch einmal Folge aufzeichnen und wir werden noch einmal, glaube ich, noch einmal eine ganze Sendung füllen.
01:15:03: Aber natürlich!
01:15:03: Also das sollte man vielleicht nur ins Auge fassen Kann ein höherer Mitnehmen von unserem Gespräch?
01:15:12: Also, ich würde jetzt gar nicht so eingehen auf das was man über dich erzählt haben und über mich und was wir alles tun und gemacht und erlebt haben.
01:15:21: Sondern vielleicht einfach mal mitnehmen dass es möglich ist dass sich zwei Menschen ja keine Ahnung wie lang wird's eigentlich kredet um die Zeit ist so schnell vergangen miteinander unterhalten können dass das möglich ist und dass es gut ist.
01:15:38: Und wenn man das Gefühl hat, wir haben schon lange kein Gespräch mehr geführt mit den Partnern, mit dem Ehemann, mit der besten Freundin wie auch immer – vielleicht können wir das irgendwie mitgeben?
01:15:47: Wie schön das ist, wenn sich zwei Menschen unterhalten….
01:15:50: Absolut!
01:15:51: …einander zuhören auch und einander da irgendwie beflügeln und Inputs und man kommt vor einem Thema ins nächste.
01:15:57: Also das finde ich ja mal und ich find's schon sensationell, dass es Leute gibt.
01:16:04: Ich hoffe zumindest... die sich die Zeit nehmen und sagen, ich höre zu.
01:16:09: Ich hab den zwei Vögel da jetzt zugehört
01:16:12: ja?
01:16:12: Ja absolut!
01:16:13: Und machen wir vielleicht meine Gedanken?
01:16:15: haben wir vielleicht bei manchen Dingen gedacht interessiert mich nicht.
01:16:17: so finde ich blöd finde ich richtig finde ich gut wie auch immer.
01:16:21: aber das ist Leute auch noch gibt die zuhören können und dass auch mitzugeben sind leute hören wir uns wieder zu und reden mal miteinander
01:16:30: genau unter die Zeit nehmen.
01:16:31: Das ist nämlich auch so, wenn da eine schnell lebende Zeit des und des und den Termin habe wirklich Zeit nehmen und das war also jetzt zurückgedacht, es ist jetzt der Stunde fünfundzwanzig fast... Es entspannt mich extrem!
01:16:45: Also diese fast eineinhalb Stunden haben wir jetzt total, so gestern mal mental entspannt komplett nur unser Gespräch.
01:16:53: Ich meine was die Leute, die uns vielleicht zuhören nicht gesehen haben was nämlich auch verloren geht heutzutage, dass wir beim Reden uns anschauen.
01:17:05: Dass wir uns in die Augen schauen.
01:17:07: Ja?
01:17:09: Auch das... wie oft rede ich mit Leuten und denke mal, hallo!
01:17:14: Schau mich doch an, wir reden miteinander.
01:17:17: Ich glaube es ist so viel Kleinigkeit, oder siehst
01:17:20: du's anders?
01:17:20: Na
01:17:21: komplett, ich weiß auf diesen Gedanken gar nicht kommen.
01:17:23: aber das ist eigentlich genau, du bringst es genau am Punkt eigentlich einfach ...reden Die Gedanken, die man hat aussprechen.
01:17:33: Und gut wir haben es jetzt lange nicht gesehen und das war der Grund dass wir auch über Radio recht reden usw.
01:17:39: Aber es kommen da einfach ... Wir kommen natürlich von früher auf heute aber das tut der Seele einfach gut, das einfach wieder mal so los zu lassen.
01:17:48: Was auch dazu kommt ist, dass wir uns in einer Zeit kennengelernt haben wo wir uns ganz anders miteinander beschäftigt haben als die heutige.
01:18:01: eine Jugend, klingt jetzt wieder so konsumativ altpacken.
01:18:03: Aber ich glaube und die in dreißig Jahren sagen was haben wir miteinander erlebt?
01:18:09: Das ist zu heutigen Zeit vielfach... Wir haben uns WhatsApp geschrieben, Snapchat.
01:18:14: Das
01:18:14: haben wir nicht gehabt, gar nicht!
01:18:15: Wir haben telefoniert.
01:18:16: Wir haben definitiv
01:18:16: telefoniert, wir haben uns gesehen.
01:18:18: Und das jeden Tag ja?
01:18:20: Absolut!
01:18:21: Ja absolut.
01:18:22: Miteinander
01:18:22: unternommen
01:18:24: und
01:18:24: ich glaub dass Das ist es.
01:18:27: Ich glaube gar nicht so, dass wir jetzt die großen Radio-Weisheiten
01:18:30: unseren Hörer nicht gegeben haben
01:18:32: oder das ... Die Liebe zu Tieren?
01:18:36: Ja vielleicht, dass man immer seiner Leidenschaft nachgehen soll.
01:18:40: Dass man nicht sich denken soll ich bin so alt und blöd für irgendetwas sondern wenn man für etwas eine Leidenschaft hat ob das jetzt hobby ist oder beruflich Ich trau mich drüber, ich mach das
01:18:53: noch.
01:18:54: Den Mut aufzubringen... Okay!
01:18:57: Ihr geht den Schritt, ihr geht der nächsten Schritt absolut.
01:19:00: Danke.
01:19:02: Vielen Dank für das Gespräch und ich bin mir sicher es ist nicht das letzte Gespräch.
01:19:05: Ich hoffe sehr.
01:19:06: Keiner mal uns klärten wir für den nächsten Termin ausmachen?
01:19:10: Das wäre toll.
01:19:10: Auf jeden Fall.
01:19:11: Vielen dank.
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